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Dieses ist mal wieder ein Rezept aus der Serie "Mein Gericht" im General-Anzeiger.
Vielleicht habt ihr ja auch Lust, dem Rhabarber so zu huldigen, wie ich das alljährlich mache ;)

Rezept für 6 Dessertportionen
Baiserplatten zubereiten:
100 g Eiweiß
200 g Puderzucker
Eine Prise Zitronensäure
getrocknete Blütenblätter von essbaren Blüten
Rhabarber und Erdbeeren vorbereiten:
500 g Rhabarber in ca 2 cm lange Stücke schneiden
150 ml Wasser und
150 g Zucker aufkochen,
Mark von einer halben Vanilleschote dazugeben.
Den Rhabarber dazugeben und kurz durchkochen.
Mit etwas Speisestärke binden.
Alles abkühlen lassen.
200 g Erdbeeren putzen und in kleine Stücke schneiden,
leicht zuckern (wenn man ganz gute Erdbeeren erwischt, kann man den Zucker weg lassen).
Für die Creme: 400 g Mascarpone mit
50 g Zucker und etwas
Zitronensaft glattrühren
300 g Sahne aufschlagen
Die Sahne vorsichtig unter die Mascarponecreme heben.
Bisquit backen: 4 mittelgroße Eier 70 g Zucker 1 Teelöffel Matchapulver 1 Prise Salz 110 Gramm Weizenmehl 405
Zubereitung: Den Backofen auf 160 Grad (Umluft) vorheizen. Die Eier mit dem Rührgerät oder der Küchenmaschine auf höchster Stufe mindestens 5 Minuten hellschaumig schlagen, dabei langsam den Zucker und das Salz einrieseln lassen. Das Mehl und das Matcha-Pulver mischen und löffelweise auf die Eiercreme sieben und vorsichtig unterheben. Die Masse soll schön luftig bleiben. Biskuit im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad in ca. 10-14 Minuten hell ausbacken. Nach dem Abkühlen 4 Kreise ausstechen. Die Abschnitte vom Bisquit zerbröseln und im Ofen trocknen.
Anrichten:
Die Bisquit-Böden unten in den Teller geben und mit dem Rhabarber belegen (dadurch wird der Bisquit ein bisschen mit Saft getränkt).
Danach alle Zutaten nach Lust und Laune aufeinanderschichten und dem Bisquit-Crunch und mit Blütenblättern (Kornblume, Veilchen….) garnieren.
Und warum heißt das Dessert Eton Mess?!
Der Legende nach hat es seinen Ursprung am piekfeinen britischen Eton College, wo das schön und kunstvoll für ein Picknick arrangierte Dessert-Törtchen von einem Hund zerstört wurde, der über die Picknickdecke rannte. Weil es aber so lecker war, wurde die „Mess“ trotzdem noch verspeist und alle Picknicker waren begeistert.
Das kommt uns heute zugute, denn man kann dieses Dessert nach Lust und Laune aufeinanderschichten.
Ich habe der Jahreszeit entsprechend Rhabarber und Erdbeeren kombiniert und, weil ich an den grünen Rasen in Eton gedacht habe und auch noch eine kleine herbe Note beigeben wollte, noch einen Matcha-Bisquit zugefügt.
Matcha ist das fein vermahlene Pulver aus japanischen Grüntee-Blättern mit intensivem, leicht herb-süßen Geschmack.
Das schön chaotische Eton Mess hat auch noch eine brave Schwester, die "Pawolwa". Dieses Dessert mit fast identischen Bestandteilen ist der Ballerina Anna Pawolwa im letzten Jahrhundert anlässlich eines Gastspiels gewidmet worden und soll optisch an ihr zartes Ballettröckchen erinnern.
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